10 Tipps, wie du achtsam durch die Coronazeit kommst - MBSR Achtsamhochdrei
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10 Tipps, wie du achtsam durch die Coronazeit kommst

Achtsamer Umgang mit sich selbst in Zeiten von Covid 19

Wir befinden uns gerade in einer besonderen Zeit. Und diese besondere Zeit erfordert einen bewussteren Umgang mit sich selbst und anderen Menschen. In meinen Kursen und Übungsgruppen zeigt sich, welche Gefühle und Gedanken die Menschen gerade sehr beschäftigen. Da ist die Sorge krank zu werden und andere anzustecken. Da ist aber auch die Herausforderung, dass soziale Kontakte eingeschränkt sind und man ein Gefühl von Einsamkeit spürt. Oder auch ganz viel Ärger über die momentanen Einschränkungen. Jeder geht auf seine Art und Weise mit der Pandemie und mit dem was das mit sich bringt um. 

Doch spüre ich bei mir und den Teilnehmern, wenn wir gemeinsam meditieren, wie uns das innerlich stärkt und stabilisiert. In uns hinein zu spüren, zu hören, wie es wirklich ist. Für Momente das Bewerten einmal sein zu lassen und mit verschiedenen Objektiven die Situation aus einer Beobachterposition zu beleuchten, kann uns einen neuen Blick geben und uns wieder ruhiger werden lassen.

Vielleicht hoffen wir darauf, dass uns die Nachrichten im Fernsehen oder Radio beruhigen oder etwas Positives berichten. Doch es ist für die Meisten eher eine Beunruhigung, die dazu führt, dass die Angst oder der Ärger größer wird und wir uns von uns selbst immer mehr entfernen. 

Meditation bedeutet ganz bewusst das wahrzunehmen, was im Moment geschieht, ohne zu beurteilen. Und dieses Sein lassen, mich zurückzunehmen, hilft mir am allermeisten. Wir müssen niemanden von der einen oder anderen Meinung überzeugen. Überzeugen wollen entfernt uns Menschen voneinander. Es reicht, sich selbst zu spüren und in sich selbst das Friedliche zu finden. Und auch den anderen Menschen so zu sehen, mit dem was er spürt und erlebt. Wahrnehmen ,ohne ihn ändern zu wollen. Diese Stabilität, die aus dir heraus kommt und die Zuversicht, dass auch wieder alles gut wird, wird sich dann von selbst auf dein Umfeld übertragen.

10 Tipps, wie du achtsam durch die Coronazeit kommst

  • Lenke die Aufmerksamkeit immer wieder auf die schönen Dinge in deinem Leben und spüre, wie sich Freude, Zufriedenheit oder auch ein Glücklich sein in dir ausbreitet. Vielleicht gibt es etwas, für das du lange keine Zeit mehr gefunden hast und dem du wieder mehr Raum geben möchtest.
  • Treffe dich im Rahmen der Coronaregeln mit Menschen die dir gut tun und vermeide es vorwiegend über Corona zu sprechen.
  • Nimm dir jeden Tag Zeit für deinen Körper, mach ein paar achtsame Körperübungen, um dich bewusst mit deinem Körper zu verbinden und dein Körperbewusstsein zu stärken.
  • Sei ein stiller Beobachter deiner Gedanken und Gefühle. Wenn du schon einen MBSR-Kurs besucht hast oder regelmäßig meditierst, weisst du, wie du dich von schwierigen Gedanken und Gefühlen lösen kannst, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
  • Schau oder höre nicht zu oft am Tag die Nachrichten. Pflege einen bewussten Umgang mit den Informationen.
  • Meditiere regelmäßig. Auf unserem Blog findest du Meditationen, die hilfreich für dich sein können. Ich möchte dir ganz besonders die Bergmeditation von meiner lieben Kollegin Nicole Köhler ans Herz legen. Die Bergmeditation ist eine wunderbare Übung, sich in stürmischen Zeiten zu stabilisieren.
  • Stell dir mehrmals am Tag oder ganz besonders wenn du ein Gefühl von Einsamkeit spürst vor, dass wir alle miteinander verbunden sind und stärke dieses Gefühl.
  • Auch wenn es keinen persönlichen Besuch ersetzt, öffne dich auch dafür ,mit Menschen, zu denen du im Moment keinen persönlichen Kontakt pflegen kannst, über einen Videodienst zu kommunizieren.
  • Gib deinem Körper die Nahrung, die ihm gut tut. Wenn wir mit etwas sehr angestrengt sind, ist es verführerisch sich mit ungesunder Nahrung oder zu viel Essen zu beruhigen.
  • Geh so oft es dir möglich ist in die Natur. Nimm ganz bewusst die Pflanzen wahr, die Tiere, dich selbst. Es ist ein schönes Erlebnis, auf einem weichen Waldboden eine Gehmeditation durchzuführen.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, was dir hilft, in diesen Zeiten gut mit dir und anderen umzugehen. So können wir alle davon profitieren.

 

Foto:#S# Waldliebe III von Pola Rocket /Photocase

1 Comment
  • Angelika
    Posted at 18:37h, 14 Dezember Antworten

    liebe Kirsten,
    vor einigen Wochen hast du uns 10 Tipps gegeben, wie wir besser durch die belastende Coronazeit kommen.
    Da mich die Anregungen sehr unterstützt haben, berichte ich gerne von meinen Erfahrungen:
    Wenn ich bewusster durch den Alltag gehe, erlebe ich immer wieder sehr schöne Augenblicke durch den Blick auf die Natur oder bei einem Kontakt mit freundlichen Mitmenschen. So gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, über ganz andere Themen, die nicht belastend sind, zu sprechen oder miteinander zu lachen, was mir besonders mit meinen Nachbarn gelingt.
    Jede Woche kommt eine Bekannte zu mir, weil wir über die Videoaufzeichnungen unseres Sportvereins miteinander Übungen machen. Wir sind froh, so diszipliniert zu sein und haben Spaß miteinander.
    Da ich das große Glück habe, in der Nähe eines Parks zu wohnen, nehme ich auch gerne das Rad und erfreue mich an der herrlichen Natur und der frischen Luft.
    Natürlich kommen ab und zu auch schwierige Gedanken hoch, für die ich dann Geduld und Zeit brauche, um sie ganz aufzulösen.
    Vor einer Woche streikte mein Fernseher und konnte nicht mehr repariert werden. Erst wollte ich testen, wie lange ich es ohne das Fernsehen aushalte, jetzt bin ich froh,nicht mehr so viele negative Nachrichten zu hören und entscheide selbst, was ich mir über meinen PC ansehe und anhöre.
    Jetzt im kleinen Kreis Verbundenheit zu erfahren, ist für mich eine gute Erfahrung. Wegen der Kontaktbeschränkungen überlege ich genauer, mit wem ich mich verabrede.
    Mein leckeres Essen kann ich auch mehr genießen, da ich nicht mehr so viele Termine habe und mehr Zeit für alles.
    Wenn ich sehe, wie gut wir mit allem versorgt sind und welche Fülle an Lebensmitteln uns zur Verfügung steht, bin ich sehr dankbar.
    Vielen lieben Dank für deine hilfreichen Impulse!
    Dir wünsche ich auch, dass du gesund und mit Lebensfreude durch diese besondere Zeit kommst!
    Herzliche Grüße von Angelika
    Vielen liebe dank für deine

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